Gynäkomastie ist nicht allein eine ästhetische Veränderung, sie kann auf eine Vielzahl organischer Erkrankungen hinweisen. Deshalb werden die Ursachen ärztlich geklärt, bevor über einen ästhetisch-plastischen Eingriff entschieden wird.
Als Symptom anderer Erkrankungen: An erster Stelle stehen hormonelle Erkrankungen. Gerät das Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Geschlechtshormonen aus der Balance, reagiert der Körper mit Wachstum des Brustdrüsengewebes. In seltenen Ausnahmen kann eine Gynäkomastie auch Hinweis auf Tumorneubildungen sein, insbesondere in Hoden, Hirnanhangsdrüse oder Brust. Auch Allgemeinerkrankungen wie eine Leberzirrhose können sie auslösen.
Durch Medikamente: Wirkstoffe, die den Hormonhaushalt beeinflussen, können das Brustgewebe vergrößern. Dazu gehören Bestandteile von Herz- und Prostatamedikamenten, Antibiotika und Antidepressiva.
Durch Muskelaufbaupräparate, Drogen oder Alkohol: Dauerhafter Konsum von Marihuana oder Heroin kann eine Gynäkomastie auslösen, ebenso starker, regelmäßiger Alkoholkonsum. Eine häufige Ursache ist die Einnahme von Muskelaufbaupräparaten: sie enthalten in der Regel Steroide, Verwandte der weiblichen Geschlechtshormone, und das Brustwachstum ist die unerwünschte Nebenwirkung. Besonders betroffen sind Männer zwischen 25 und 35 Jahren.
All diese Faktoren klären wir in der Anamnese ab, um eine zielgerichtete Behandlung sicherzustellen.