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Dr. med. Edouard Manassa, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Eingang der Praxis Schönheitsmühle mit grauen Sprossentüren und Formschnitt

Gynäkomastie

Die vergrößerte Brustdrüse beim Mann, medizinisch abgeklärt und operativ korrigiert.


Gynäkomastie, die vergrößerte Brust beim Mann, ist ein Thema, von dem etwa 25 bis 50 Prozent aller Männer betroffen sind. In den meisten Fällen ist sie harmlos und hat keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Doch immer mehr Männer leiden darunter, dass ihre Brust fast weibliche Formen annimmt, und entscheiden sich für einen ästhetisch-plastischen Eingriff.

Vereinfacht gesagt ist es eine Vergrößerung, die nicht durch Muskelaufbau entsteht, sondern durch vermehrtes Fettgewebe, oft in Kombination mit einer vergrößerten Brustdrüse. In vielen Fällen liegen gutartige Wucherungen vor, und ein operativer Eingriff ist nicht zwingend notwendig.

Die Veränderung kann psychisch und physisch belastend sein und das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. In der Behandlung von Männern, bei denen sich durch gesundheitliche Probleme oder Übergewicht eine vergrößerte Brust bildet, habe ich viel Erfahrung. Vor jeder Behandlung steht die Ursachenforschung.

Echte Gynäkomastie oder Lipomastie?


Diese Unterscheidung steht am Anfang, weil beide Befunde unterschiedliche Behandlungskonzepte brauchen. Bei der echten Gynäkomastie ist der Brustdrüsenkörper vergrößert. Bei der Lipomastie entsteht die Vergrößerung dagegen durch eine Fettansammlung in der Brust, das Drüsengewebe selbst ist unauffällig.

In der Praxis kommen beide Formen auch gemeinsam vor. Welcher Anteil bei Ihnen überwiegt, lässt sich am Befund klären, und davon hängt ab, ob eine Liposuktion allein genügt oder ob zusätzlich Drüsengewebe entfernt werden muss.

In jedem Fall ist eine sorgfältige Anamnese wichtig, um vor einem Eingriff alle Risiken durch mögliche Krankheitsursachen auszuschließen.

Die Ursachen, und warum sie zuerst geklärt werden


Gynäkomastie ist nicht allein eine ästhetische Veränderung, sie kann auf eine Vielzahl organischer Erkrankungen hinweisen. Deshalb werden die Ursachen ärztlich geklärt, bevor über einen ästhetisch-plastischen Eingriff entschieden wird.

Als Symptom anderer Erkrankungen: An erster Stelle stehen hormonelle Erkrankungen. Gerät das Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Geschlechtshormonen aus der Balance, reagiert der Körper mit Wachstum des Brustdrüsengewebes. In seltenen Ausnahmen kann eine Gynäkomastie auch Hinweis auf Tumorneubildungen sein, insbesondere in Hoden, Hirnanhangsdrüse oder Brust. Auch Allgemeinerkrankungen wie eine Leberzirrhose können sie auslösen.

Durch Medikamente: Wirkstoffe, die den Hormonhaushalt beeinflussen, können das Brustgewebe vergrößern. Dazu gehören Bestandteile von Herz- und Prostatamedikamenten, Antibiotika und Antidepressiva.

Durch Muskelaufbaupräparate, Drogen oder Alkohol: Dauerhafter Konsum von Marihuana oder Heroin kann eine Gynäkomastie auslösen, ebenso starker, regelmäßiger Alkoholkonsum. Eine häufige Ursache ist die Einnahme von Muskelaufbaupräparaten: sie enthalten in der Regel Steroide, Verwandte der weiblichen Geschlechtshormone, und das Brustwachstum ist die unerwünschte Nebenwirkung. Besonders betroffen sind Männer zwischen 25 und 35 Jahren.

All diese Faktoren klären wir in der Anamnese ab, um eine zielgerichtete Behandlung sicherzustellen.

Untersuchung und Anamnese


Vor einer Operation muss abgeklärt werden, ob das Brustgewebe Zeichen für eine bisher nicht diagnostizierte Erkrankung ist oder das Ergebnis anderer Faktoren, die einen korrigierenden Eingriff erlauben. Nach der eigenen Untersuchung, die zumeist durch Ertasten des Brustgewebes erfolgt, empfehle ich im Zweifelsfall eine weitere Abklärung durch Spezialisten. Erst wenn Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen sind, ist ein ästhetisch-plastischer Eingriff das richtige Mittel.

Der Eingriff


Bei der echten Gynäkomastie ist der Brustdrüsenkörper vergrößert, der beim Mann normalerweise kaum tastbar ist. Im Eingriff wird das überschüssige Drüsen- und Fettgewebe entfernt. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus der Entfernung von Brustdrüsengewebe und einer Liposuktion. Je nach Größe und Dehnung der Haut kann es zusätzlich notwendig werden, Haut zu entfernen und die Brust zu straffen.

Zu den Verfahren, die dabei zum Einsatz kommen, gehören die Ultraschallbehandlung, mit der überschüssiges Fettgewebe sanft aufgelöst und leichter abgesaugt werden kann, die Fettabsaugung selbst und der Plasma-Laser, der eine präzise Behandlung des Gewebes ermöglicht und gleichzeitig die Hautstraffung fördert.

Die Kombination dieser Verfahren erlaubt eine auf Ihre Voraussetzungen abgestimmte Behandlung: präzise Konturierung, kleine Schnitte und damit minimale Narben, und in der Regel eine schnelle Rückkehr in den Alltag. Ziel ist die Formung einer Brust, die wieder normalen männlichen Proportionen entspricht.

Risiken


Wie bei jedem Eingriff besprechen wir im Beratungsgespräch auch die Risiken, unter anderem Infektionen und Wundheilungsstörungen. Die Schnitte sind klein, die Narbenbildung ist in der Regel kaum sichtbar, sie ist aber vorhanden.

Dr. Manassa im Beratungsgespräch, die Patientin von hinten aufgenommen

Der erste Schritt ist ein Gespräch, kein Eingriff.

Im Beratungsgespräch klären wir Befund, Möglichkeiten, Risiken und Kosten. Erst danach entscheiden Sie, und Sie entscheiden in Ruhe.

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